Geschichte der Bahá'í in Rostock und MV

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Geschichte der Bahá'í in Deutschland und Mecklenburg

Vor 1945

1904 brachte Herr Edwin Fisher den Bahá'í-Glauben nach  Deutschland, indem er einige Jahre lang hier lebte. Er wurde in Ludwigsburg bei Stuttgart geboren, aber wanderte dann in die USA  aus.

Im Jahre 1912 besuchte ‘Abdu'l-Bahá Stuttgart  und Bad Mergentheim. Nach kurzer Zeit entstand eine rege kleine  Gemeinde im Stuttgarter Raum.

1921 wurde der erste Nationale Geistige Rat von Deutschland und Österreich  gewählt, einer der ersten auf der Welt überhaupt. Die Bahá'í-Gemeinde in Deutschland vergrößerte sich schnell. Es gab unter anderem Gemeinden im Stuttgarter Raum, in Rostock, Warnemünde, Gera, Leipzig, Dresden,  Hamburg und Berlin.

Die Bahá'í Martha Root,  eine weit gereiste Journalistin und Esperantistin, besuchte (wahrscheinlich in den zwanziger Jahren) die Leiter der  Orientwissenschaften der Universitäten Halle/Saale und  Leipzig und wurde sehr freundlich und interessiert aufgenommen. Sie hielt Vorträge und überreichte Bahá'í  Primärliteratur, die heute noch in den Bibliotheken der Universität Leipzig zu finden ist.

Im Juni 1937 wurde die Bahá'í-Vereinigung durch den Reichsführer der SS und Chef der Deutschen Polizei im Reichsministerium des Inneren, Heinrich Himmler, verboten. Viele Bahá'í-Bücher und wertvolles Archiv-Material wurden beschlagnahmt und vernichtet. Einige Bahá'í wurden verhört und zu Haftstrafen verurteilt.

Fünf Bahá'í jüdischer Herkunft wurden Anfang der  40'er Jahre verschleppt und in Konzentrationslagern umgebracht. Je eine Leipziger und Dresdner Bahá'í-Familie kam  bei den schweren Bombardierungen gegen Ende des Krieges um.

Es wurde versucht, den Geist des Glaubens durch die Zerschlagung  der Gemeindestruktur zu ersticken. Aber es ist von keinem einzigen deutschen Bahá'í bekannt, der vom Glauben abgefallen wäre, und nach dem Krieg baute man die Gemeinden  wieder auf.

Von 1945 bis 1989

Das Verbot des Glaubens wurde nach 1945  aufgehoben, mit Ausnahme der sowjetisch besetzten Zone, in denen der Glaube zwar nicht verboten, aber jegliche religiöse Betätigung im Keime erstickt wurde. Einst blühende  Gemeinden wurden durch Wegzug oder Tod der einzelnen Gläubigen  aufgelöst, und erst mit dem Fall der Mauer kann wieder  jeder, der möchte, freien Zugang zur Bahá'í-Sache erlangen.

(Text von leipzig.bahai.de/html/geschichte.html)

Nach 1989

Aktuell

Die Bahá'í-Gruppe in Mecklenburg ist noch recht jung und klein und konzentriet sich auf die größeren Städte in MV. Geistige Räte oder einzelne Bahá'ís finden sich in:

  • Rostock
  • Greifswald/Güst
  • Güstrow
  • Plau
  • Insel Usedom